Im Gebäude der ehemaligen „Villa Riß“ in Friedrichshafen ist heute ein Schulmuseum mit einer deutschlandweit bedeutenden Sammlung untergebracht. Im Jahr 1980 wurde das Schulmuseum im Schulhaus des Friedrichshafener Stadtteils Schnetzenhausen gegründet, neun Jahre später zog das Museum in die Friedrichshafener Innenstadt um, wo die Sammlung seitdem auf drei Stockwerken stetig erweitert wird.
Die Themenbereiche des Schulmuseums sind Schulentwicklung und –geschichte in Baden und Württemberg sowie Schulalltag, Kindheit und Freizeit – und das ganze mit einem besonderen Konzept: Besucher können hier selbst erfahren, wie sich die Schulbildung in der Vergangenheit angefühlt hat. Mit drei originalgetreu eingerichteten Klassenzimmern aus den Jahren 1850, 1900 und 1930 ist eine kleine „Zeitreise“ möglich: Denn es ist ausdrücklich erlaubt, sich auf die alten Schulbänke zu setzen und auch die Schiefertafeln einmal auszuprobieren – aus Zeiten, bevor in Schulhefte geschrieben wurde.
So lässt das Museum seine Gäste die Schulgeschichte nicht nur besichtigen, sondern auch erleben: Eine einzigartige Erfahrung für Erwachsene und Kinder! Detailgetreue Einrichtungen und Gegenstände aus dem Unterricht lassen den Schulalltag vergangener Generationen lebendig werden. Welche Dinge hatten damals alle Schüler im Schulranzen? Wurden Jungen und Mädchen unterschiedlich unterrichtet? Und wie gingen die Lehrer mit ihren Schülern um? In der Dauerausstellung und in wechselnden Sonderausstellungen bleiben beim Thema Schule und Kindheit keine Fragen offen.
Und die Rolle Friedrichshafens in der Bildung ist auch in der Gegenwart groß: Mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und der Zeppelin Universität ist Friedrichshafen Hochschul- und Universitätsstadt und ein renommierter Standort für akademische Forschung und Lehre in Süddeutschland.